Nürnberg gehört zu den Städten, die uns kulinarisch immer wieder überraschen. Hier verraten wir euch unsere liebsten Restaurants, Cafés und Foodtipps für euren nächsten Städtetrip.







Eine kulinarische Liebeserklärung an Nürnberg
Bratwurst, Lebkuchen und Christkindlesmarkt? Kann Nürnberg natürlich. Trotzdem überrascht uns die Frankenmetropole kulinarisch immer wieder aufs Neue. Kaum glauben wir, Nürnberg inzwischen gut zu kennen, sitzen wir plötzlich in einem historischen Klosterhof beim Lunch, entdecken eine neue Lieblingsadresse im Handwerkerhof oder sprechen noch Wochen später über eine Karotte. Klingt seltsam? Die ganze Story dazu gibt’s weiter unten.
Genau deshalb gibt es diesen Food Guide für Nürnberg. Er ist nicht an einem Wochenende entstanden, sondern wächst seit Jahren mit jeder Reise weiter. Hier sammeln wir unsere liebsten Restaurants, Cafés und kulinarischen Entdeckungen für euren nächsten Städtetrip nach Nürnberg. Und wenn wir ehrlich sind: Fertig wird dieser Guide wahrscheinlich nie. Kaum sind wir abgereist, gibt es schon wieder einen Grund für die nächste Nürnberg-Reise.
Table of Contents
ToggleWas ihr in Nürnberg unbedingt probieren solltet
- eine echte Nürnberger Rostbratwurst frisch vom Grill probieren
- über den Hauptmarkt schlendern und regionale Produkte aus dem Knoblauchsland entdecken
- die entspannte Atmosphäre am Tiergärtnertor erleben
- ein frisch gezapftes Nürnberger Rotbier
- „Drei im Weggla“ auf die Hand essen
- durch den Nürnberger Handwerkerhof schlendern
- Nürnberger Lebkuchen aus einer traditionellen Lebküchnerei mitnehmen
Hunger auf noch mehr Nürnberg-Tipps bekommen? Die gibt’s in unserem Beitrag „Ein Wochenende in Nürnberg – Unsere Tipps für euren Städtetrip im Frühling“.
Frühstücken und Cafés in Nürnberg
Café-Restaurant Zeit & Raum
Im Herzen von Nürnberg direkt an der Pegnitz gelegen, heißt euch das Restaurant ZEIT & RAUM willkommen – das auch bekannt ist als „Mama Zeit“, ein Nickname, den das Lokal von seinen Gästen liebevoll verliehen bekommen hat.
Dieses charmante Café-Restaurant in der Nürnberger Innenstadt begeistert mit einem Fokus auf vegetarische und vegane Küche und ist berühmt für sein legendäres Frühstück.
Wir können es gar nicht anders sagen: Unser Besuch im ZEIT & RAUM war schlichtweg bezaubernd. Das Ambiente versprühte Charme und Lebensfreude à la „savoir-vivre“. Überall im Lokal gibt es gemütliche Ecken, in denen wir uns am liebsten den ganzen Tag durch die Speisekarte geschlemmt hätten.
Die lockte mit wohligen Seelenwärmer-Gerichten wie Galette d‘ Hiver, Quiche Maison und „Salty Darlings“ wie Gröstel vom Serviettenknödel oder deftigem Croissant-Auflauf.
Unser Frühstücks-Gaumen blieb schließlich bei den gerösteten Landbroten mit urigen Namen wie „Zeisel-Alm“ und „Alpenrausch“ hängen, die uns mit köstlichen vegetarischen und veganen Aufstrichen und frischen Zutaten wie Tomaten-Salsa, Spiegelei, Grillgemüse und frischen Sprossen überzeugten.
Als süßen „Absacker“ gab es noch einen veganen Cheesecake. Ihr seht schon: Das ZEIT & RAUM hat uns restlos begeistert und sich einen festen Platz in unseren Foodie-Herzen gesichert!
Tipp: Im Sommer könnt ihr euch im ZEIT & RAUM Picknickboxen to go bestellen und euch direkt an die Regnitz setzen! Was für eine wunderbare Idee, die wir uns auf jeden Fall für unseren nächsten Besuch in Nürnberg vormerken!
BERGBRAND Kaffeerösterei
Eingebettet in die malerische Kulisse der Weißgerbergasse ist die Kaffeerösterei BERGBRAND die Anlaufstelle schlechthin für Kaffeeliebhaber.
Bei unserem Besuch in der kleinen Kaffeerösterei sind wir in den Genuss eines wirklich hervorragenden Kaffees gekommen, der hier täglich im schonenden Trommelröstverfahren mit viel Zeit und Know-how hergestellt wird.
Die entspannte Atmosphäre im Café, der authentische Charme und die Hingabe zum perfekten Kaffeeerlebnis haben uns im BERGBRAND von der ersten Sekunde an begeistert.
Wir können euch einen Besuch in dieser kleinen Oase der Kaffeekultur inmitten der Weißgerbergasse also wärmstens empfehlen! Für uns war er der perfekte Start in den Tag!
Café PIQUE NIQUE
Ein Stückchen Paris mitten in Nürnberg? Genau dieses Gefühl hatten wir im Café PIQUE NIQUE am Augustinerhof. Schon die roten Bistrotische vor dem Café, der Duft von warmem Gebäck und das geschäftige Treiben rund um die offene Pâtisserie sorgen sofort für dieses kleine „Oh là là“-Gefühl mitten in der Nürnberger Altstadt unweit des Hauptmarkts.
Eigentlich war im PIQUE NIQUE nur ein schnelles petit déjeuner geplant, bevor wir uns in den Sightseeing-Tag in Nürnberg stürzen würden. Stattdessen standen wir erst einmal ziemlich verliebt vor der Pâtisserie-Theke mit ihren goldbraunen Croissants, feinen Tartes und buttrigen Brioches – und plötzlich schien Sightseeing gar nicht mehr so dringend. Natürlich konnten wir nicht widerstehen und haben gleich noch etwas für später mitgenommen. Savoir-vivre to go sozusagen.
Französisches Frühstücksgefühl mitten in Nürnberg
Unsere Wahl fiel schließlich auf Pain au Chocolat und Mandelcroissant – außen knusprig, innen herrlich buttrig – dazu zwei dampfende Tassen Cappuccino. Und schnell war klar: Savoir-vivre geht heute vor Sightseeing.
Überhaupt hat das PIQUE NIQUE diese wunderbar entspannte, urban-französische Atmosphäre, die perfekt zu einem Städtetrip passt. Menschen mit Einkaufstüten, Hotelgäste, Kaffeepausen, ein schnelles Croissant auf die Hand oder doch noch ein zweiter Café au Lait – hier fühlt sich alles angenehm leicht und unkompliziert an. Genau solche Orte machen einen Städtetrip für uns kulinarisch spannend und besonders – und das PIQUE NIQUE ist definitiv einer davon.
Für zwischendurch: Nürnbergs beste Genussstopps
Das Tiergärtnertor – die „Piazza“ von Nürnberg
Wir nennen ihn liebevoll die „Piazza“ von Nürnberg – diesen lebhaften Platz zwischen Kaiserburg, Pilatushaus und Dürer-Haus, denn hier pulsiert das Leben! Benannt ist er nach dem Tiergärtnertor aus dem 13. Jahrhundert, einem Stadttor, das auch heute noch Teil der Stadtmauer ist und dessen Namen zurück auf das ehemalige Wildgehege der Burg geht.
Für uns ist die „Piazza“ von Nürnberg der ideale Ort für eine Sightseeing-Pause, denn was gibt es Schöneres, als hier bei sonnigem Wetter draußen zu sitzen und diese besondere Atmosphäre am Tiergärtnertor zu genießen?
Ob in einem der zahlreichen kleinen Cafés mit Blick auf die mittelalterliche Kulisse oder mit einem Wegbier direkt auf dem Pflaster – bei schönem Wetter fühlt man sich hier fast schon wie in Italien!
Tipp: Drinks to go könnt ihr euch im Café Bar Wanderer und Bieramt holen. In der zur Café-Bar umgebauten alten Werkstatt bekommt ihr Espresso-Spezialitäten, fränkische Biere und natürlich auch Aperol und Co. Die Außenbestuhlung hat von Mai bis einschließlich September jeweils bis 24 Uhr geöffnet.
Die kleine Eismanufaktur in der Weißgerbergasse
An den warmen Tagen des Jahres darf natürlich auch ein Eis nicht fehlen. Unfassbar leckere Eissorten wie Crème brûlée, Salty Peanuts, Fruit de la Passion, Blaubeer Swirl und Himbeer Lassi bekommt ihr in der kleinen Eismanufaktur in der Weißgerbergasse, die übrigens nur einen Steinwurf vom Regnitzufer entfernt liegt! Ein besseres Argument für eine kleine Sightseeing-Pause fällt uns ehrlich gesagt kaum ein.
Genuss zum Mitnehmen: Kulinarische Shopping-Adressen in Nürnberg
Der Hauptmarkt: Nürnbergs zentraler Genuss-Hotspot
Für uns gehört ein Bummel über den Hauptmarkt bei einem Nürnberg-Besuch einfach dazu. Zwischen Obst, Gemüse, Kräutern und fränkischen Spezialitäten bekommt man schnell ein Gefühl für die kulinarische Vielfalt der Region. Viele der Produkte stammen direkt aus dem Knoblauchsland, einem der größten zusammenhängenden Gemüseanbaugebiete Deutschlands vor den Toren der Stadt. Je nach Saison landen Spargel, Tomaten, Kräuter oder Beeren praktisch ohne Umwege auf dem berühmten Nürnberger Wochenmarkt.
Foodie-Tipp: Haltet Ausschau nach regionalen Erzeugern und gönnt euch einen kleinen Markt-Bummel statt klassischem Souvenir-Shopping. Zwischen frischem Gemüse, fränkischen Spezialitäten und den Original Nürnberger Rostbratwürsten entdeckt ihr die kulinarische DNA der Region.
Dazwischen finden sich immer wieder kleine fränkische Manufakturen mit Honig, Fruchtaufstrichen oder regionalen Spirituosen. Übrigens: Nürnberg war einst eine bedeutende Handelsstadt für Gewürze – ein Erbe, das bis heute in den charakteristischen Aromen der Rostbratwürste und Nürnberger Lebkuchen weiterlebt.
Nürnberger Wochenmarkt Öffnungszeiten (Kernverkaufszeiten): Montag bis Samstag, 9 bis 18 Uhr, sie können aber je nach Stand variieren.
Adresse: Hautpmarkt, 90403 Nürnberg
Der Handwerkerhof – wo Handwerk auf Genuss trifft
Der idyllische Handwerkerhof am Königstor zählt zu unseren heimlichen Lieblingsplätzen in Nürnberg, denn hier fühlen wir uns jedes Mal direkt ins Mittelalter versetzt. Das Besondere: in den kleinen Werkstätten des Handwerkerhofs könnt ihr den Meistern direkt über die Schulter schauen und traditionelles Nürnberger Handwerk hautnah erleben. Ob Lebküchnerei, Glasmalerei, Töpferei oder Goldschmiedekunst – wer das Einzigartige sucht, wird hier fündig!
Schon beim Betreten dieser kleinen „Stadt in der Stadt“ umfängt uns der verlockende Duft von Nürnberger Bratwürsten, Lebkuchen und frisch gebrühtem Kaffee, der uns beim Bummel durch die kleinen Gassen mit den charmanten Fachwerkhäusern begleitet.
Auch Foodies sind hier also genau richtig, denn hier könnt ihr fränkischen Wein kosten, Bratwürste auf originalen Zinntellern genießen, Schokoladenspezialitäten probieren und natürlich die echten Nürnberger Lebkuchen ergattern.
Zeit für einen Kaffee: Unser Lieblingsplatz - Das Café in der 12
Für eine Kaffeepause im Handwerkerhof zieht es uns jedes Mal ins Café in der 12. Die Außenplätze sind zwar heiß begehrt, doch bisher hatten wir immer Glück. Der kurze Coffee-Stop ist für uns längst zur kleinen Nürnberg-Tradition geworden – ein entspannter Moment zwischen An- und Abreise, direkt neben dem Hauptbahnhof.
Regional Delis – Die Genussecke im Handwerkerhof mit Feinkostfaktor
Wer durch den Handwerkerhof schlendert, denkt vermutlich zuerst an Fachwerk, Bratwürste und fränkische Traditionen – aber nicht unbedingt an handgebraute Sojasauce, fränkischen Whisky oder Lavendelsirup. Genau deshalb war die Genussecke für uns eine der schönsten Entdeckungen in Nürnberg. Statt klassischer Souvenirs warten hier sorgfältig ausgewählte Spezialitäten aus Franken und darüber hinaus, die vor allem eines machen: Lust aufs Probieren.
Hinter der Genussecke steckt jedoch weit mehr als nur ein gut sortiertes Feinkostregal. Gemeinsam mit Sternekoch Alexander Herrmann wurde hier ein Ort geschaffen, der die Genussvielfalt der Region in den Mittelpunkt stellt. Was das Konzept so interessant macht und welche Produkte uns besonders begeistert haben, erfahrt ihr in unserem Beitrag „Regional Delis – Die Genussecke im Handwerkerhof Nürnberg“.
Adresse: Tourist Information im Handwerkerhof, Königstraße 82, (Laden 10)
Öffnungszeiten: Täglich: 10 bis 15.30 Uhr
Der Handwerkerhof auf einen Blick
- Nürnbergs kulinarische Vielfalt auf engstem Raum erleben – von Bratwürsten und Lebkuchen bis zu Wein, Feinkost und regionalen Spezialitäten
- Perfekt für einen genussvollen Bummel zwischen Fachwerk, kleinen Gassen und regionalen Manufakturen
- Unser Tipp für eine Kaffeepause: das Café in der 12
- Original Nürnberger Rostbratwürste gibt es im Bratwurstglöcklein
- Besondere Spezialitäten und Mitbringsel aus Franken entdeckt ihr in der Genussecke
Art & Delikat am Trödelmarkt
Manche Entdeckungen macht man ganz zufällig – so wie das Art & Delikat, auf das wir beim Schlendern über den Trödelmarkt gestoßen sind. Hier entstehen traditionelle Holzformen, mit denen Plätzchen kunstvolle Muster, Figuren und Ornamente erhalten.
Allein die Detailverliebtheit und das handwerkliche Können dahinter haben uns begeistert. Noch spannender wurden die Holzmodelle für uns aber durch die Geschichten dahinter. So erfuhren wir, dass sie traditionell für den Nürnberger Eierzucker verwendet wurden – ein kunstvoll geprägtes Gebäck, das viele heute als Springerle kennen.
Über Jahrhunderte gehörte es zur fränkischen Weihnachtstradition und wurde häufig bemalt, verschenkt oder sogar an den Christbaum gehängt. Kein Wunder eigentlich, denn viele der Motive wirken auch heute noch fast zu schön, um sie einfach zu essen.
Natürlich konnten wir nicht widerstehen und haben uns ein paar der schönen Holzmodel mit nach Hause genommen. Wer sich selbst einmal an Nürnberger Eierzucker versuchen möchte, findet die passenden Rezepte für die Formen übrigens direkt auf der Website von Art & Delikat.
Bratwürste Essen in Nürnberg: Kleiner Bratwurstguide für die Altstadt
Hier gibt es die besten Bratwürste in Nürnberg
Sie ist das Markenzeichen von Nürnberg: Die Nürnberger Rostbratwurst. Ihre Geschichte reicht weit bis ins Mittelalter zurück. In den traditionellen Bratwursthäuschen Nürnbergs werden sie auch heute noch wie damals über offenem Feuer über Buchenholz gegrillt.







In der Nürnberger Altstadt bekommt ihr die beliebten kleinen Rostbratwürste natürlich an jeder Ecke. Im Grunde könnte man sagen, dass ihr einfach immer nur der Nase nach gehen müsst, denn der Duft von frisch gegrillten Bratwürsten verfolgt einen hier auf Schritt und Tritt.
Wir haben uns für euch einmal durch die klassischen Bratwurstküchen der Nürnberger Altstadt getestet. Wo es die besten Bratwürste in der Nürnberger Innenstadt gibt, verraten wir euch in unserem „Kleinem Bratwurstguide für Nürnberg”.
Wer nach dem Nürnberg-Trip die gr0ße Bratwurst-Sehnsucht packt, kann sie mit unserem Rezept für Nürnberger Rostbratwürste mit Bratkartoffeln und Sauerkraut ganz einfach zu Hause nachkochen.
Fränkische Küche und Nürnberger Originale
Wirtshaus Tucher-Bräu am Opernhaus
Wer Nürnberg kulinarisch kennenlernen möchte, ist in der Tucher-Bräu genau richtig. Die Speisekarte reicht von fränkischen Evergreens wie Schäufele, Sauerbraten und Flädlesuppe bis zu beliebten Wirtshaus-Klassikern à la Wiener Schnitzel und Zanderfilet. Gleichzeitig bleibt genug Raum für Gerichte, die zeigen, wie vielseitig die fränkische Küche heute sein kann.
Egal, ob ihr fränkische Klassiker liebt oder euch erst einmal an Schäufele, Sauerbraten und Rotbier herantasten möchtet: In der Tucher-Bräu seid ihr genau richtig. Praktisch für einen Städtetrip: Die Tucher-Bräu liegt direkt am Karthäusertor und damit nur wenige Schritte von Altstadt, Opernhaus und U-Bahn entfernt.
Als „Einsteigerla“ (für Nicht-Franken: die Vorspeise) starteten wir unseren Abend in der Tucher-Bräu mit einem „Fränkischen Brusskädda“, das geschmacklich genau auf unserer Wellenlänge war: geröstetes Schwarzbrot mit gezupftem Schäufele in BBQ-Marinade und Krautsalat.
Weiter ging es mit Sauerbraten und Zanderfilet mit Walnusskruste. Dazu durfte natürlich auch ein Tucher Original Nürnberger Rotbier nicht fehlen. Unser Fazit: Moderne fränkische Wirthauskultur mit viel Charme, genauso lieben wir das!
Die Wirtschaft
Das Wirtshaus ist für uns das Sinnbild fränkischer Lebenskultur: Hier kommen alle zusammen – vom Einheimischen bis zum „Durisdn“ (fränkisch für Tourist), hier wird diskutiert, angestoßen und natürlich gut gegessen. Und selbstverständlich gehört dazu auch ein frisch gezapftes Bier.
Genau deshalb lieben wir Orte wie die Wirtschaft in Nürnberg. Nur einen Steinwurf vom Hauptmarkt entfernt trifft hier moderne fränkische Küche auf entspannte Wirtshausatmosphäre – ganz nach dem Motto: „Komm her und setz di hi.“
Modernes fränkisches Wirtshausgefühl mitten in der Altstadt
Besonders angetan waren wir vom gelungenen Mix aus fränkischer Wirtshausgemütlichkeit und modernem Design. Dunkles Holz, warme Farben und durchdachte Details sorgen für Atmosphäre, ohne ins Rustikale abzudriften. Ein echter Hingucker ist zudem das Logo im Spielkartenstil mit Dürer-Hase – eine charmante Hommage an Nürnbergs berühmtestem Sohn.
Überhaupt spielt das Wirtshaus charmant mit seiner Geschichte und bezeichnet sich selbst augenzwinkernd als „Stammkneipe von Albrecht Dürer“. Tatsächlich blickt dieser Ort auf eine lange Vergangenheit zurück: Bereits im 15. Jahrhundert befanden sich hier die Herrentrinkstube und die öffentliche Waage der Stadt. Hier trafen sich Kaufleute zum Austausch, schlossen Geschäfte ab und ließen ihre Waren unter Aufsicht wiegen.
Eine Geschmacksexplosion aus dem Knoblauchsland und ein echter Wirtshausklassiker
Draußen zeigte sich Nürnberg an diesem Tag von seiner grauen Seite – umso gemütlicher war es, in der warmen Atmosphäre der Wirtschaft zu sitzen und sich einmal quer durch die Karte mit saisonalen Gerichten zu probieren.
Für regelrechte Begeisterung sorgte bei uns der „Knoblauchsländer Gemüseacker“: süß-sauer eingelegtes Gemüse aus dem Knoblauchsland mit Emmer, mildem Ziegenfrischkäse, Kräuterpesto und Nüssen. Dieses Gericht entpuppte sich bereits nach dem ersten Bissen als echte Traumkombination und sorgte für jede Menge Glücksgefühle.
Daneben durfte natürlich auch ein fränkischer Klassiker nicht fehlen: ein deftiges Gulasch mit Klößen und Rotkohl. Ehrliche Wirtshausküche, ein echter Seelenwärmer und damit perfekt für einen verregneten Tag in der Stadt. Dazu ein frisch gezapftes Bier – genau unser Ding.
Wer fränkische Küche mit einem modernen Twist sucht, ist hier also genau richtig. Besser hätten wir unsere Mittagspause in Nürnberg kaum verbringen können.
Adresse: Waaggasse 2-6, 90403 Nürnberg
Besondere Orte und feine Entdeckungen in Nürnberg
Café ARTE im Germanischen Nationalmuseum
Das Café ARTE gehört für uns zu den schönsten Genussorten in Nürnberg und ist viel mehr als nur ein Museumscafé. Entdeckt haben wir es damals ganz spontan bei unserem Besuch im Germanischen Nationalmuseum. Draußen regnete es in Strömen und wir flüchteten uns nach unserer Museumstour auf einen Cappuccino und ein Stück Kuchen ins Café im Untergeschoss – ohne zu ahnen, dass wir hier einen echten Lieblingsort in Nürnberg finden würden.
Schon damals begeisterten uns die entspannte Atmosphäre, der herzliche Service und die feine Auswahl an hausgemachten Kuchen und regional inspirierten Mittagsgerichten. Nur eines blieb uns verwehrt: die wunderschöne Terrasse im historischen Klosterhof des ehemaligen Kartäuserklosters.
Kunstpause im historischen Klosterhof
Bei unserem nächsten Besuch meinte es das Wetter endlich gut mit uns und wir konnten unseren Lunch auf der Terrasse genießen. Zwischen efeuberankten Mauern und alten Steinbögen vergisst man schnell, dass man sich hier mitten in der Nürnberger Altstadt befindet.
Ehrlich gesagt hätten wir hier problemlos den ganzen Nachmittag verbringen können. Für uns gehört der Klosterhof zu den schönsten Caféterrassen Nürnbergs und ist trotzdem noch immer ein echter Geheimtipp. Vielleicht auch, weil man das Café erst einmal durchs Museum „finden“ muss?
Der historische Klosterhof sorgte für die perfekte Kulisse, das Essen für den großen Auftritt: Kartoffel-Kürbisrösti mit Räucherlachs, getoastetes Pastrami-Ciabatta und dazu Pommes und Salat auf einer Etagere serviert – so charmant angerichtet, dass sich unser Lunch an diesem Tag schon fast ein wenig glamourös anfühlte – und ja, wir haben es geliebt!
Fehlte eigentlich nur noch etwas im Glas: ein ARTE Spritz mit Canonita – mallorquinischem Orangenlikör –, der diesen entspannten Lunch im Klosterhof perfekt abrundete.
Was das Café ARTE für uns so besonders macht? Die entspannte Atmosphäre, die Liebe zum Detail und das Gefühl, hier immer genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Ob nach einer Museumstour oder einfach zwischendurch – ein Besuch gehört für uns inzwischen fest bei einem Nürnberg-Trip dazu.
Entdeckt haben wir das Café ARTE übrigens schon bei einem früheren Nürnberg-Besuch während unserer Museumstour durch das Germanische Nationalmuseum. Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Beitrag „Ein Wochenende in Nürnberg – unsere Tipps für euren Städtetrip im Frühling“.
Fränk'ness
Wer in Nürnberg moderne fränkische Küche sucht, landet früher oder später fast automatisch im Fränk’ness. Mit dem Fränk’ness hat Alexander Herrmann längst eine der bekanntesten Genussadressen Nürnbergs geschaffen – und trotzdem hat uns unser Lunch dort ehrlich überrascht.
Dabei war ein Besuch bei Alexander Herrmann für uns eigentlich längst überfällig. Schließlich liegt auch sein berühmtes Posthotel in Wirsberg nur einen Katzensprung von unserer Heimat Bayreuth entfernt. Trotzdem begann unsere persönliche Alexander-Herrmann-Geschichte im Fränk’ness in Nürnberg – rückblickend der perfekte Einstieg in die Genusswelt des fränkischen Sternekochs. Dass wir ihn ein Jahr später bei der Eröffnung der Genussecke im Handwerkerhof persönlich kennenlernen würden, ahnten wir damals natürlich noch nicht.
Lockeres Bistro-Flair und große Aromen
Im Fränk’ness treffen urbanes Bistro-Flair und moderne fränkische Küche aufeinander. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns der aufmerksame Service: Kaum bestellt, stand das frisch gezapfte Bier schon auf dem Tisch. Eine kleine Geste, die den Ton für den restlichen Lunch setzte: Nicht aufdringlich, aber herzlich, und immer genau im richtigen Moment zur Stelle.
Zum Lunch entschieden wir uns für einen Beef Burger im Laugenbun mit „Baggers Fetzen“ – die fränkische Antwort auf klassische Pommes und ein typischer Herrmann-Move, den wir direkt gefeiert haben. Und ja, eigentlich hätte der Burger der Star des Tellers sein müssen – und natürlich war er phänomenal, selbstredend.
Am Ende war es jedoch eine einzelne eingemachte Karotte, die ganz unscheinbar neben dem Burger lag und ihm trotzdem mühelos die Show stahl – und uns in Verzückung versetzte. Genau solche Details verraten die Handschrift von Alexander Herrmann: regionale Produkte, große Aromen und die Fähigkeit, selbst vermeintlichen Nebendarstellern einen großen Auftritt zu verschaffen.
Fazit: Das Fränk’ness schafft etwas, das nur wenigen Restaurants gelingt: Man kommt wegen der großen Namen und erinnert sich am Ende an die kleinen Details. Wir kommen jedenfalls wieder. Allein schon wegen der Karotten.
Adresse: Königstraße 70, 90402 Nürnberg
Übernachtungstipps für Nürnberg
Stylisch übernachten am Plärrer: Das Desgin-Hotel Motel One Nürnberg
Für unseren Citytrip nach Nürnberg haben wir uns das Design-Hotel Motel One am Plärrer* herausgesucht. Die sehr zentrale Lage ermöglichte es uns, die Altstadt bequem zu Fuß zu erkunden, während uns das stylische Interior, inspiriert vom nahegelegenen Nicolaus-Copernicus-Planetarium, in ferne Galaxien entführte.
Neben der idealen Lage des Motel One Nürnberg-Plärrer* hat uns besonders der unglaublich freundliche Service begeistert. Beim Arbeiten morgens in der Lobby (wir hatten kein Frühstück mit gebucht) erhielten wir sogar einen Kaffee aufs Haus – eine nette Geste, die uns begeisterte! Wir lieben es ja so, wenn uns jemand versteht!
Ebenfalls ein Pluspunkt für uns: Das Hotel bietet einen eigenen Parkplatz und ermöglichte uns somit eine flexible An- und Abreise mit dem Auto. Vor der Tür befinden sich zudem verschiedene Straßenbahn-, U- und S-Bahn-Stationen – perfekt, um direkt ins Cityleben einzutauchen!
Fazit: Wir können euch das Motel One Nürnberg-Plärrer* für ein Wochenende in Nürnberg sehr empfehlen. Wir waren rundum zufrieden und haben uns als Gäste sehr willkommen gefühlt. Durch die zentrale Lage habt ihr nur kurze Fußwege zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und auch zum Nürnberger Hauptbahnhof ist es nur ein Katzensprung.
Citytrip mit Pool und Dachterrasse: Das Adina Apartment Hotel Nürnberg
Morgens zu Fuß durch die Altstadt, nachmittags mit ein paar Shoppingtüten zurück ins Hotel und abends noch auf die Dachterrasse oder in den Pool – genau diese Mischung aus zentraler Lage und entspanntem Rückzugsort machte das Adina Apartment Hotel Nürnberg für uns zur perfekten Citytrip-Basis.
Nach einem Sightseeing- Tag in Nürnberg einfach in den Bademantel schlüpfen, ein paar Bahnen im Pool ziehen und später auf der Dachterrasse über die Dächer der Altstadt blicken? Spätestens in solchen Momenten fühlte sich unser Citytrip ein kleines bisschen wie Urlaub an.
Auch unser Studio war mehr kleines Apartment mitten in Nürnberg als klassisches Hotelzimmer – mit Kitchenette, viel Platz und genügend Raum, um zwischendurch auch einfach mal kurz die Füße hochzulegen.
Besonders praktisch für unseren Städtetrip war auch die Kombination aus Tiefgarage und zentraler Lage. Einmal eingeparkt, blieb das Auto stehen, während wir Nürnberg ganz entspannt zu Fuß erkundeten. Hauptmarkt, Handwerkerhof und Germanisches Nationalmuseum lagen schließlich nur einen kurzen Spaziergang entfernt.
Auch das Frühstück im Hotelrestaurant Alto hat uns positiv überrascht: Vielleicht wegen des hervorragenden Cappuccinos, vielleicht wegen der großen Auswahl, der Qualität und des aufmerksamen Services – wahrscheinlich aber, weil all das zusammen für einen wunderbar entspannten Start in den Tag sorgte.
Fazit: Ein Hotel, das nicht versucht, die Hauptrolle zu spielen, aber viele kleine Dinge richtig macht – und genau deshalb so gut in Erinnerung bleibt.
Fazit
Vielleicht ist genau das das Schönste an Nürnberg: Kaum glaubt man, die Stadt inzwischen gut zu kennen, wartet schon die nächste Entdeckung hinter der nächsten Ecke, in einem versteckten Innenhof oder auf einer Speisekarte. Genau deshalb kommen wir immer wieder zurück – und genau deshalb wächst auch dieser Guide mit jeder Reise weiter. Wir sind gespannt, welche Nürnberg-Tipps ihr für uns bereithaltet.
Reisetipp
Ihr sucht nach mehr Inspiration für Ausflüge und Urlaub in Franken? Dann schaut doch mal hier:
Werbehinweis: Dieser Blogartikel ist u. a. in Kooperation mit der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg entstanden. Er enthält jedoch wie immer unsere persönlichen Meinungen und Empfehlungen. Wir bedanken uns herzlich für die wundervolle Kooperation und die Möglichkeit, diese bezaubernde Stadt an diesem Frühlingswochenende entdecken zu können!
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