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Nürnberg, but make it cosy! Zwischen Fachwerk, Bistro-Flair und moderner Kunst zeigen wir euch, wo sich im Herbst und Winter das Bleiben lohnt – und wie selbst ein verregneter Tag zum Highlight wird.

Wenn die Tage kürzer werden, bleiben wir in Nürnberg gern etwas länger

Wer Nürnberg im Herbst oder Winter besucht, muss sich nicht zwischen Sightseeing und Gemütlichkeit entscheiden. Im Gegenteil: Gerade der Wechsel macht einen Städtetrip jetzt so schön. Zwischen mittelalterlichen Gassen und moderner Kunst gibt es jede Menge zu entdecken, während gemütliche Cafés, kleine Läden und fränkische Wirtshäuser immer wieder gute Gründe liefern, den Stadtbummel zu unterbrechen. 

Und wenn das Wetter nicht mitspielt? Dann geht die Entdeckungstour einfach drinnen weiter. Denn manchmal ist der schönste Plan eben, keinen nächsten Programmpunkt zu haben, sondern dort, wo es uns besonders gut gefällt, einfach noch ein bisschen zu bleiben.

Wo sich das Bleiben besonders lohnt, welche Geschichten in den Altstadtgassen warten und was wir an einem kalten oder verregneten Tag unternehmen würden? Das verraten wir euch in unseren persönlichen Tipps für einen cosy Herbst- und Wintertrip nach Nürnberg.

Frühstück im Café PIQUE NIQUE

Ein Stückchen Paris mitten in Nürnberg? Genau dieses Gefühl hatten wir im Café PIQUE NIQUE am Augustinerhof. Schon die roten Bistrotische vor dem Café, der Duft von warmem Gebäck und das geschäftige Treiben rund um die offene Pâtisserie sorgen sofort für dieses kleine „Oh là là“-Gefühl mitten in der Nürnberger Altstadt unweit des Hauptmarkts.

Theke im Café Pique Nique Nürnberg mit Croissants, Crookies und Croissant Rolls in der Auslage

Französisches Frühstücksgefühl mitten in Nürnberg​

Eigentlich war im PIQUE NIQUE nur ein schnelles petit déjeuner geplant, bevor wir uns in den Sightseeing-Tag in Nürnberg stürzen würden. Stattdessen standen wir erst einmal ziemlich verliebt vor der Pâtisserie-Theke mit ihren goldbraunen Croissants, feinen Tartes und buttrigen Brioches – und plötzlich schien Sightseeing gar nicht mehr so dringend – und gerade, wenn es draußen etwas schummrig ist, empfängt einen das PIQUE NIQUE diese wunderbar entspannte, urban-französische Atmosphäre, die perfekt zu einem cosy Tag in Nürnberg passt:

Menschen mit Einkaufstüten, Hotelgäste, Kaffeepausen, ein schnelles Croissant auf die Hand oder doch noch ein zweiter Café au Lait – hier fühlt sich alles angenehm leicht und unkompliziert an. Genau solche Orte machen einen Städtetrip für uns kulinarisch spannend und besonders – und das PIQUE NIQUE ist definitiv einer davon.

Bistrotheke im Café Pique Nique Nürnberg mit französischen Backwaren und Patisserie-Spezialitäten
Goldbraun gebackenes Mandelcroissant mit Mandelblättchen im Café Pique Nique
Schriftzug am Schaufenster des Café Pique Nique im Augustinerhof Nürnberg
Weiße Sonnenschirme vor dem Café Pique Nique im Augustinerhof Nürnberg

Entlang der Pegnitz: Ein Spaziergang voller Geschichten

Warum es uns in Nürnberg immer wieder ans Pegnitzufer zieht? Weil man hier mitten in der Altstadt ganz wunderbar das Tempo rausnehmen kann. Zwischen den dicht gedrängten Fachwerkhäusern verbinden schmale Brücken die Ufer, kleine Gassen führen zu versteckten Läden und gemütlichen Cafés. Gerade im Herbst und Winter hat das für uns seinen besonderen Reiz: 

Warm eingepackt am Wasser entlangspazieren, zwischendurch ein bisschen stöbern und sich bei einem Cappuccino wieder aufwärmen. So wird aus einer kleinen Runde durch die Altstadt schnell ein ganzer Nachmittag – ganz ohne großen Plan.

Henkersteg & Weinstadel: Von düsteren Geschichten und hübschen Aussichten

Spätestens an der Maxbrücke lohnt es sich, den Spaziergang kurz zu unterbrechen. Von hier schaut man auf den Weinstadel mit seinem beeindruckenden Fachwerk, den alten Wasserturm und den hölzernen Henkersteg, unter dem die Pegnitz vorbeifließt. Gerade wenn sich im Herbst das bunte Laub dazwischenmischt, könnte die Kulisse kaum stimmungsvoller sein. Kein Wunder, dass wir hier jedes Mal wieder zur Kamera greifen!

Wer über den hölzernen Henkersteg spaziert, begegnet außerdem einem ziemlich düsteren Kapitel Nürnberger Stadtgeschichte: Hier wohnte einst der Henker, der wegen seines Berufs abseits der übrigen Stadtgesellschaft leben musste. Dass ausgerechnet dieser Ort heute zu einem gemütlichen Altstadtspaziergang einlädt, hat schon eine gewisse Ironie. So ändern sich die Zeiten – zum Glück! Der Blick auf die Pegnitz dürfte allerdings schon damals ziemlich hübsch gewesen sein.

Trödelmarkt: Eine kleine Insel voller Fundstücke

Gleich hinter dem Henkersteg wartet der nächste Ort mit einer überraschenden Geschichte: der Trödelmarkt. Auf der kleinen Insel zwischen den beiden Pegnitzarmen ging es früher nämlich alles andere als beschaulich zu. Im Mittelalter wurden hier Schweine gehandelt, weshalb der Platz damals noch „Säumarkt“ hieß. Erst später kamen Händler mit gebrauchten Waren und allerlei Krimskrams dazu – und mit ihnen der Name Trödelmarkt.

Heute geht es auf dem Trödelmarkt jedoch vor allem ums Stöbern und Entdecken. In den kleinen, individuellen Geschäften findet man Schmuck, Designstücke und besondere Kleinigkeiten, die es eben nicht an jeder Ecke gibt. Wir mögen es, uns hier Zeit zu nehmen, durch die Auslagen zu schauen und in den Läden nach kleinen Schätzen zu suchen. Und wer weiß – vielleicht findet sich dabei sogar ein Mitbringsel aus Nürnberg, das nicht nach dem üblichen Souvenir aussieht. Einen Laden haben wir dabei besonders ins Herz geschlossen – aber dazu gleich mehr!

Dekorative Bocksbeutel an einer Fassade in am Trödelmarkt in der Nürnberger Altstadt
Fahrrad vor einer Hausfassade am Trödelmarkt in Nürnberg, umgeben von herbstlichem Laub

Weißgerbergasse: Wo alten Zeiten auf neue Lieblingsorte treffen

Vom Trödelmarkt geht es weiter in die Weißgerbergasse – und auch hier wartet ein Stück Nürnberg, das tatsächlich die Jahrhunderte überdauert hat. Mehr als 20 historische Fachwerkhäuser stehen dicht an dicht, mit bunten Fassaden, kleinen Erkern und Balken, die nicht immer ganz gerade verlaufen. Das Erstaunliche daran: Viele dieser Häuser haben sogar den Zweiten Weltkrieg überstanden.

Einst lebten und arbeiteten hier die Weißgerber. Heute sind kleine, individuelle Geschäfte, Ateliers und Cafés eingezogen – und zwischen all dem alten Fachwerk werden längst wieder neue Geschichten geschrieben.

Kaffeepause in der BERGBRAND Kaffeerösterei

Und weil ein gemütlicher Herbst- oder Winterspaziergang für uns irgendwann auch eine Kaffeepause braucht, endet unsere Runde im Café Bergbrand. Hier wird der Kaffee selbst geröstet – und wer einen Platz am Fenster ergattert, bekommt zum Cappuccino gleich noch den Blick auf die Weißgerbergasse dazu. 

Draußen ziehen die Menschen dick eingepackt an den alten Fachwerkhäusern vorbei, während wir drinnen unsere Hände an den dampfenden Tassen wärmen. Viel gemütlicher könnte unser Spaziergang in Nürnberg kaum ausklingen.

Zwei Tassen Cappuccino am Fensterplatz der Kaffeerösterei BERGBRAND in der Nürnberger Weißgerbergasse
Alexandra von Tables & Fables mit Cappuccino am Fensterplatz der Kaffeerösterei BERGBRAND mit Blick auf die Weißgerbergasse in Nürnberg

Noch mehr Lieblingsplätze und kleine Entdeckungen rund um die Weißgerbergasse verraten wir euch in unserem Frühlingsbeitrag „Ein Wochenende in Nürnberg – Unsere Tipps für euren Städtetrip im Frühling“.

Echtes Handwerk entdecken im Art & Delikat am Trödelmarkt

Manche Entdeckungen macht man ganz zufällig – so wie das Art & Delikat, auf das wir beim Schlendern über den Trödelmarkt während unseres Regnitz-Spaziergangs gestoßen sind. Hier entstehen traditionelle Holzformen, mit denen Plätzchen kunstvolle Muster, Figuren und Ornamente erhalten. 

Allein die Detailverliebtheit und das handwerkliche Können dahinter haben uns begeistert. Noch spannender wurden die Holzmodelle für uns aber durch die Geschichten dahinter. So erfuhren wir, dass sie traditionell für den Nürnberger Eierzucker verwendet wurden – ein kunstvoll geprägtes Gebäck, das viele heute als Springerle kennen.

Plätzchenformen und Keksstempel auf einer Kommode im Geschäft Art & Delikat am Trödelmarkt in Nürnberg
Traditionell verzierte Plätzchen als Dekoration im Geschäft Art & Delikat am Trödelmarkt in Nürnberg
Traditionelle Keksstempel und Plätzchenformen im Geschäft Art & Delikat am Trödelmarkt in Nürnberg

Tradition aus Nürnberg in Holz geschnitzt

Über Jahrhunderte gehörte es zur fränkischen Weihnachtstradition und wurde häufig bemalt, verschenkt oder sogar an den Christbaum gehängt. Kein Wunder eigentlich, denn viele der Motive wirken auch heute noch fast zu schön, um sie einfach zu essen. 

Natürlich konnten wir nicht widerstehen und haben uns ein paar der schönen Holzmodel mit nach Hause genommen. Wer sich selbst einmal an Nürnberger Eierzucker versuchen möchte, findet die passenden Rezepte für die Formen übrigens direkt auf der Website von Art & Delikat.

Außen Altstadt, innen eine andere Welt: Das Neue Museum

Das Neue Museum ist einer dieser Bauten in Nürnberg, die uns schon von außen faszinieren. Direkt an der historischen Stadtmauer zieht sich die geschwungene Glasfassade entlang, in der sich die alten Mauern spiegeln. Ein schönes Spiel mit Perspektiven, das sich im Inneren zwischen moderner Kunst und Design fortsetzt.

Drinnen wartet diese besondere Museumsatmosphäre, die man spürt, wenn man sich auf Neues und Unerwartetes einlässt. Besonders spannend finden wir, wie hier moderne Kunst,  Design und Architektur aufeinandertreffen und die Grenzen zwischen ihnen verschwimmen. Mal abstrakt, mal kontrovers, mal überraschend verspielt – und dazwischen viel Raum, um innezuhalten und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen.

Das schöne Gefühl, aus der Zeit zu fallen

Sobald wir die geschwungene Wendeltreppe hinaufsteigen, ist es fast, als würden wir für ein paar Stunden aus der Zeit fallen und eine Art Zwischenwelt betreten. Nur der Blick nach draußen auf den Handwerkerhof verrät, dass wir noch mitten in der Nürnberger Altstadt sind.

Genau das hat uns am Neuen Museum so gefallen: Man lässt sich auf dieses besondere Zusammenspiel von Kunst, Design und Architektur ein, entdeckt Dinge, mit denen man vorher gar nicht gerechnet hat, und verliert dabei ein bisschen das Zeitgefühl. Und geht am Ende mit einem Kopf voller neuer Ideen hinaus. Meistens auch mit Lust auf mehr.

Zum Verblättern schön: Buchhandlung Walther König

Auch einer dieser Cosy-Orte in Nürnberg, in die es uns immer wieder zieht: die Buchhandlung Walther König, direkt am Neuen Museum. Mit ihren hohen Bücherregalen und einem fein kuratierten Sortiment rund um Kunst, Design und Lifestyle weckt sie sofort die Lust, sich zwischen den Büchern zu verlieren und immer neue Entdeckungen zu machen.

Gerade wenn es draußen wolkenverhangen und regnerisch ist, fühlen sich die hohen Bücherregale mit ihren sorgfältig ausgewählten Buchcovern an wie eine Einladung, hier den Nachmittag zu verbringen, die Nase tief in Bücher zu stecken und sich in immer neuen Themen zu verlieren. 

Selbst wenn man wie wir in der Bücherwelt zu Hause ist, macht man hier noch echte Entdeckungen. Und ehe wir uns versehen, haben wir wieder eine ganze Liste spannender Buchtitel im Kopf und mindestens einen neuen Lieblingsband für unseren Coffeetable unter dem Arm!

Wenn ihr bei besonderen Bildbänden, schönen Designbüchern und spannenden Sachbüchern genauso schwach werdet wie wir, kennt ihr bestimmt dieses Gefühl: Man blättert sich von einem Buch zum nächsten und entdeckt dabei immer neue Schätze, von denen man bis eben gar nicht wusste, dass sie einem noch gefehlt haben. Genau solche Fundstücke warten hier auf euch!

Mittagspause in der Wirtschaft: Ein bisschen fränkisch, ein bisschen anders

Das Wirtshaus ist für uns das Sinnbild fränkischer Lebenskultur: Hier kommen alle zusammen – vom Einheimischen bis zum „Durisdn“ (fränkisch für Tourist), hier wird diskutiert, angestoßen und natürlich gut gegessen. Und selbstverständlich gehört dazu auch ein frisch gezapftes Bier.

Genau deshalb lieben wir Orte wie die Wirtschaft in Nürnberg. Nur einen Steinwurf vom Hauptmarkt entfernt trifft hier moderne fränkische Küche auf entspannte Wirtshausatmosphäre – ganz nach dem Motto: „Komm her und setz di hi.“

Wandbild mit Szenen der fränkischen Wirtshauskultur im Restaurant Die Wirtschaft Nürnberg

Wirtshausgemütlichkeit mit modernem Twist mitten in Nürnberg

Besonders angetan sind wir vom gelungenen Mix aus fränkischer Wirtshausgemütlichkeit und modernem Design. Dunkles Holz, warme Farben und durchdachte Details sorgen für Atmosphäre, ohne ins Rustikale abzudriften. Ein echter Hingucker ist zudem das Logo im Spielkartenstil mit Dürer-Hasen – eine charmante Hommage an Nürnbergs berühmtesten Sohn.

Florian von Tables & Fables vor dem Fenster des Restaurants Die Wirtschaft in Nürnberg
Fränkisches Gulasch mit Kartoffelklößen und Rotkohl im Restaurant Die Wirtschaft in Nürnberg

Überhaupt spielt das Wirtshaus charmant mit seiner Geschichte und bezeichnet sich selbst augenzwinkernd als „Stammkneipe von Albrecht Dürer“. Tatsächlich blickt dieser Ort auf eine lange Vergangenheit zurück: Bereits im 15. Jahrhundert befanden sich hier die Herrentrinkstube und die öffentliche Waage der Stadt. Hier trafen sich Kaufleute zum Austausch, schlossen Geschäfte ab und ließen ihre Waren unter Aufsicht wiegen.

Wenn es draußen grau und ungemütlich ist, sitzt man hier umso lieber im Warmen und probiert sich durch die saisonale Karte. Zum Beispiel mit dem „Knoblauchsländer Gemüseacker“, süß-sauer eingelegtem Gemüse aus dem Knoblauchsland, oder einem deftigen Gulasch mit Klößen und Rotkohl.

Wer fränkische Küche mag, aber auch gerne mal etwas Neues probiert, wird sich in der Wirtschaft wohlfühlen. Hier bekommt man seine liebsten Wirtshausklassiker, entdeckt aber auch die eine oder andere Überraschung auf der Karte – und sitzt dabei so gemütlich, dass die Mittagspause glatt ein bisschen länger ausfällt als geplant.

Knoblauchsländer Gemüseacker mit Emmer und Ziegenfrischkäse im Restaurant Die Wirtschaft in Nürnberg
Wandbild mit stilisiertem Düren-Hasen im Gastraum des Restaurants Die Wirtschaft in Nürnberg

Perfekt für Regentage: Zwei Museen unter einem Dach

Manche Tage sehen erst nur ein bisschen nach Regen aus – und dann schüttet es wie aus Eimern. Zum Glück gibt es in Nürnberg zwei Museen, für die man nicht einmal zwischendurch den Regenschirm aufspannen muss: Das DB Museum und das Museum für Kommunikation befinden sich unter einem Dach. Erst selbst in den Führerstand einer riesigen Dampflok steigen und anschließend Geheimcodes knacken? Klingt für uns nach einem ziemlich guten Plan für einen Regentag!

DB Museum Nürnberg: Als Zugfahren noch ein Abenteuer war

Im DB Museum kommen wir aus dem Staunen erst einmal nicht heraus: In den riesigen Hallen reihen sich historische Dampflokomotiven und Eisenbahnwagen aneinander, deren gewaltige Ausmaße man erst begreift, wenn man direkt davorsteht. Allein zwischen diesen stählernen Kolossen umherzustreifen, ist schon ein Erlebnis.

Dabei gibt es weit mehr zu entdecken als alte Züge: Fahrkarten, Reisegepäck, historische Bahnhöfe und eine große Modellbahnanlage erzählen davon, wie die Eisenbahn das Reisen und den Alltag der Menschen verändert hat. Schließlich beginnt die deutsche Eisenbahngeschichte 1835 ausgerechnet hier, mit der ersten Fahrt zwischen Nürnberg und Fürth. 

Wie unterschiedlich man damals unterwegs war, zeigen schon die Waggons: vom schlichten Personenwagen bis zum prachtvollen Hofzug von König Ludwig II. Mit seinen vergoldeten Verzierungen und prunkvollen Details erinnert der Salonwagen des bayerischen Märchenkönigs eher an ein Schloss auf Rädern als an ein Verkehrsmittel.

Zwischen all diesen Zeugnissen der Eisenbahngeschichte wird uns erst bewusst, wie viel mehr hinter dem Reisen steckt als die Frage, wie man von A nach B kommt. Was heute eine ganz gewöhnliche Zugfahrt ist, war vor nicht einmal 200 Jahren noch eine kleine Sensation. Da bekommt selbst die nächste Bahnfahrt einen Hauch Abenteuer zurück!

Museum für Kommunikation: Willkommen in der Welt der Zeichen, Codes und Botschaften

Um es gleich vorwegzunehmen: Das Museum für Kommunikation hat uns richtig überrascht! Ein Stockwerk über den historischen Zügen dreht sich alles um etwas, das wir jeden Tag ganz selbstverständlich tun: miteinander kommunizieren. Von den ersten Schriftzeichen über Briefe und Telefone bis zur digitalen Welt zeigt das Museum, auf wie viele unterschiedliche Arten Menschen seit jeher versuchen, sich etwas mitzuteilen.

Und das Beste daran? Hier bleibt es nicht beim Anschauen, man darf selbst ausprobieren! Wir hatten jedenfalls einen Heidenspaß dabei, eigene Geheimbotschaften zu verschlüsseln, uns an Feder und Tinte zu versuchen und Nachrichten durch die Rohrpost zu schicken. Dazwischen gibt es eine altägyptische Grabkammer voller Hieroglyphen zu entdecken und die legendäre Enigma, an der man selbst zum Codeknacker wird. Wir haben uns von einer Station zur nächsten getüftelt und dabei völlig die Zeit vergessen. Von wegen, Museum ist langweilig!

Man probiert aus, rätselt gemeinsam, lacht über die eigenen Versuche – und lernt dabei fast unbemerkt etwas dazu. Wir jedenfalls hatten schon lange nicht mehr so viel Spaß in einem Museum und hätten am liebsten noch stundenlang weitergemacht. Hätte das Museum nicht irgendwann seine Türen geschlossen, wären wir vermutlich immer noch dort!

Bei so vielen spannenden Museen und Sehenswürdigkeiten kann die Wunschliste in Nürnberg schnell länger werden als geplant. Da kommt die Nürnberg Card gerade recht: Mit ihr habt ihr freien Eintritt in zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten, Bus und Bahn sind ebenfalls inklusive. So lässt sich der Städtetrip ganz entspannt gestalten – mit viel Raum für spontane Abstecher und Ideen, auch wenn das Wetter mal nicht mitspielt.

Ein Platz am Feuer: Die älteste Bratwurstküche der Welt „Zum gulden Stern“

Wenn es einen Ort in Nürnberg gibt, der den Namen „cosy“ verdient, dann ist es die Historische Bratwurstküche „Zum gulden Stern“. Ein Nürnberg-Ausflug ohne einen Besuch bei Sofia Hilleprandt in der ältesten Bratwurstküche der Welt – für uns unvorstellbar!

Im absolut einmaligen Ambiente des historischen Fachwerk- und Sandsteinhauses aus dem 14. Jh. werden hier original „Nürnberger Röstla” nach altem Familienrezept serviert. Zu den Gästen des Hauses soll angeblich auch schon der berühmteste Sohn der Stadt, Albrecht Dürer, gezählt haben. Hier zu speisen gleicht also einer kleinen kulinarischen Zeitreise!

Historische Sandstein- und Fachwerkfassade der Bratwurstküche Zum Gulden Stern in Nürnberg

Nürnberger Röstla frisch vom Buchenholzfeuer

Und wie der Name schon vermuten lässt, dreht sich in einer historischen Bratwurstküche, in der seit über 600 Jahren Bratwürste serviert werden, wirklich alles um die Wurst: 

Sogar den Namen „Original Nürnberger Röstla®“ hat sich die Familie Hilleprandt, die das Traditionshaus betreibt, als Eigenmarke sichern lassen. Dahinter steckt ein klares Qualitätsversprechen: Die Bratwürste stammen ausschließlich von einem Nürnberger Metzger, kommen noch roh auf den Rost und werden ganz traditionell über Buchenholzfeuer gebraten.

Nürnberger Röstla auf traditionellen Zinntellern mit Kartoffelsalat, Feldsalat und dunklem Tucher Bier im Zum Gulden Stern
Offene Feuerstelle aus dem 16. Jahrhundert mit Backsteinumrahmung und Kupferpfannen in der historischen Gaststube des Zum Gulden Stern in Nürnberg

Wer direkt einen Blick in die Bratwurstküche werfen will, sichert sich ein Plätzchen im historischen Gastraum. Hier sitzt ihr direkt an der offenen Feuerstelle aus dem 16. Jh. mit den vielen Kupferpfannen und könnt dabei zusehen, wie die fingergroßen Röstla über dem Buchenholzfeuer gegrillt werden. Dazu gibt es hausgemachten Kartoffelsalat, Fass-Sauerkraut nach Omas Rezept und fränkischem Kren.

Adina Apartment Hotel: Stadtbummel trifft Bademantel

Ein Hotel mitten in der Altstadt ist praktisch. Eines, in dem man nach einem langen Tag voller Entdeckungen am liebsten direkt in den flauschigen Bademantel schlüpft, macht den Städtetrip gleich noch ein bisschen gemütlicher.

Genau diese Mischung mögen wir am Adina Apartment Hotel Nürnberg: Draußen das bunte Treiben der Altstadt mit ihren kleinen Gassen, Museen und Restaurants, drinnen unser geräumiges Studio mit eigener Kitchenette – und das wohlige Gefühl, für ein paar Tage ein kleines Zuhause in Nürnberg zu haben.

Außenansicht des Adina Apartment Hotels Nürnberg mit Schriftzug an der Fassade
Modernes Restaurant im Adina Apartment Hotel Nürnberg mit gedeckten Tischen
Modernes und gemütliches Hotelzimmer mit Doppelbett im Adina Apartment Hotel Nürnberg

Das Beste daran ist die Freiheit, den Tag ganz nach Lust und Laune zu gestalten. Dank der zentralen Lage können wir Nürnberg zu Fuß erkunden und jederzeit eine Pause im Hotel einlegen. Gerade im Herbst und Winter ist das Gold wert:

Nach Stunden draußen in der Kälte im warmen Pool abtauchen, anschließend mit einer Tasse Kaffee im eigenen Apartment die Füße hochlegen und einfach mal nichts vorhaben. Statt den Städtetrip von morgens bis abends mit Programm zu füllen, gönnen wir uns zwischendurch einfach eine kleine Portion Wellness.

Abends vielleicht noch ein Drink an der Hotelbar, morgens ein ausgiebiges Frühstück im Restaurant Alto – und schon sind wir bereit für die nächste Entdeckungstour durch Nürnberg. So fühlt sich ein Städtetrip zwischendurch fast ein bisschen wie Urlaub an.

Frühstück im Restaurant Alto des Adina Apartment Hotels Nürnberg mit frischen Brötchen, Wurst, Käse und Spiegeleiern

Fazit

Vielleicht ist genau das das Schöne an Nürnberg im Herbst und Winter: Dass wir zwischen all den Sehenswürdigkeiten immer wieder Orte finden, an denen wir am liebsten noch ein bisschen bleiben würden. Mal wegen eines richtig guten Cappuccinos, mal wegen einer überraschenden Entdeckung – und manchmal einfach, weil es drinnen gerade so gemütlich ist, während draußen der Regen an die Scheiben klopft. Für uns der beste Beweis, dass ein Städtetrip nicht vom Wetter abhängt. Und jetzt sind wir neugierig: Wo bleibt ihr in Nürnberg am liebsten ein bisschen länger?

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Noch nicht genug von Nürnberg? Dann gibt’s hier Nachschlag! Von unseren liebsten Rezepten mit fränkischem Einschlag bis zu weiteren Lieblingsorten und kulinarischen Entdeckungen in Nürnberg – für alle, die sich ein Stück Franken nach Hause holen oder schon den nächsten Besuch planen.

Nürnberger Rostbratwürste mit Sauerkraut

Kaum ein Gericht steht in Franken so zuverlässig auf der Speisekarte wie Rostbratwürste mit Sauerkraut. Mit unserem Rezept könnt ihr den regionalen Klassiker ganz einfach zu Hause nachkochen.

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Nürnberger Rostbratwürste mit Bratkartoffeln, Sauerkraut und süßem Weißwurstsenf, serviert in einer Kupferpfanne auf einem rustikalen Holzbrett. Daneben liegen Besteck, eine weiße Tischdecke, eine Vintage-Postkarte und Wacholderbeeren.

Blaue Zipfel im Wurzelsud

Blaue Zipfel – oder auch Saure Zipfel – sind eine traditionelle Spezialität aus der Region – Bratwürste, die statt auf dem Grill in einem aromatischen Sud gegart werden. Mit unserem Rezept für Blaue Zipfel gelingt euch der fränkische Klassiker ganz einfach zu Hause.

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Rezept für fränkische Blaue Zipfel: Saure Bratwürste in süß-saurem Wurzelsud, garniert mit Karotten, Zwiebeln und glatter Petersilie, serviert auf einem weißen Porzellanteller mit einer Gabel auf einem dunkelbraunen Holztisch. Darum drapiert ist eine grün-weiß-kariere Serviette, auf der eine Scheibe Brot liegt, sowie ein Schälchen mit Wacholder, aus dem einige Beeren auf die Tischplatte gefallen sind

Kochbuchtipp: Die Bratwurst

Die Bratwurst ist Kult – aber warum eigentlich weit über Nürnberg hinaus? Dieses Kochbuch geht der Sache auf den Grund: mit spannenden Geschichten, überraschenden Hintergründen und Rezepten von klassisch bis kreativ.

Siegfried Zelnhefer: Die Bratwurst* | ISBN: 9783747204641 | Preis:  28,00 € | Verlag: ars vivendi 

Unsere Lieblingsstücke aus Nürnberg

Creative Cards Nürnberg

Wir geben es zu: Diese Empfehlung ist nicht ganz uneigennützig. Die Creative Cards* sind aus der Idee entstanden, Nürnberg-Motive zu gestalten, die wir selbst gerne verschenken würden. Jede Karte wurde von Florian von Hand illustriert und ist ein kleines Kunstwerk für alle, die Nürnberg und Design lieben. Ob am Kühlschrank, im Büro oder als Geschenk: Die Creative Cards sind wie gemacht zum Versenden, Verschenken und Sammeln.

Reisetipp

Ihr sucht nach mehr Inspiration für Ausflüge und Urlaub in Franken? Dann schaut doch mal hier:

Werbehinweis: Dieser Blogartikel ist u. a. in Kooperation mit der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg entstanden. Er enthält jedoch wie immer unsere persönlichen Meinungen und Empfehlungen. Wir bedanken uns herzlich für die wundervolle Kooperation und die Möglichkeit, diese bezaubernde Stadt an diesem Frühlingswochenende entdecken zu können! 

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